Die Entwicklung der Fotografie, und wie ich dazu kam.

Als die Fotografie das laufen lernte konnte man zum ersten mal den Augenblick für die „Ewigkeit“ festhalten. Die wahrscheinlich erste dauerhafte, bis heute erhaltene Fotografie zeigt den Blick aus einem Arbeitszimmer in Le Gras. Aufgenommen wurde sie von Joseph Nicéphore Niépce 1826/1827. Er arbeitete zusammen mit Louis-Jacques-Mandé Daguerre an einem Verfahren, die Bilder der Camera obscura für die Ewigkeit festzuhalten. Niépce verstarb jedoch bereits 1833, weshalb das gemeinsam entwickelte und von Daguerre verbesserte Verfahren „Daguerreotypie“ getauft wurde. Daguerre stellte es am 19. August 1839 der Öffentlichkeit vor – offiziell die Geburtsstunde der Fotografie.

Das war faszinierend und für manchen schon fast magisch. Lange Zeit hat die Entwicklung der Technik sich damit beschäftigt die Qualität des Bildes zu verbessern. Es entstanden immer schärfere und bessere Bilder. Die ersten Virtuosen der Fotografie haben Berühmtheit erlangt. Es entstanden auch verschiedene Fachrichtungen der Fotografie.

Mit dem Farbbild kam ein nächster Schritt der Evolution in der Fotografie. Jetzt konnte man der Realität schon viel näher kommen. Diese Abbildung eines Tartan-Bands, die James Clerk Maxwell 1861 vorführte, gilt als die erste Farbfotografie

Und wieder begann eine Zeit der Weiterentwicklung der Qualität von Farbe. Man arbeitete mit verschiedenen Kameras, Filmen, Labortechniken und Papieren. Weitere Virtuosen der Fotografie erlangten Berühmtheit.

Mitte der 80er Jahre habe ich meine erste Kamera erworben, eine Konica C35 aus den frühen 70er Jahren. Aber schon Ende der 80er Jahre geriet die Fotografie in meinem Leben in den Hintergrund. Ausbildung, Heirat, Familie und der Start ins Berufsleben ließen keinen Platz mehr für die Fotografie als Hobby.

Und nun sind wir im Zeitalter der digitalen Fotografie. Doch die digitale Fotografie begann schon 1957. Russell Kirsch hat damals den ersten digitalen Scanner entwickelt. In den frühen 70er Jahren hat Steven Sasson auf dieser Technik aufgebaut. Die erste Kamera, die als Vorreiter der Digitalkamera angesehen werden kann, wurde deshalb auch als „portable all electronic still camera" bezeichnet und war ein 1975 von Steven Sasson bei Kodak entwickelter Prototyp. Das Potential der Entwicklung wurde jedoch nicht erkannt, und so gilt gemeinhin die 1981 von Sony unter dem Namen Mavica vorgestellte erste kommerzielle Kamera nach demselben Funktionsprinzip als „Ur-Digitalkamera“. Allerdings arbeitete diese Kamera, wie der Name schon vermuten lässt, mit einem Magnetband (auch Video Floppy genannt), welches keine digitale Speicherung der Daten zuließ. Vorrangig in den USA brachten Kamerahersteller wie Canon, Nikon, Konica und Fuji Weiterentwicklungen dieses Modells auf den Markt. In Europa war das Interesse an dieser Technologie eher verhalten. Die erste wirkliche Digitalkamera stellte 1991 die kalifornische Firma Dycam auf der Computerfachmesse CeBIT unter dem Namen Model 1 vor. Schon im Jahr darauf stellten fast alle großen Kamerahersteller ihre Prototypen vor. Ab Mittte der 90er Jahre hielt die Digitalefotografie auch in Deutschland Einzug. Seither ist die Digitale Fotografie auf einem stetigen Vormarsch mit immer neuen Entwicklungen. Mittlerweile hat praktisch jedes elektronische Gerät auch eine eingebaute Digitalkamera. Wobei die Qualität der Aufnahmen sehr unterschiedlich sein kann.

Mit der parallelen Entwicklung des Internets und der Möglichkeit Bilder im Netz zu teilen, ist die Flut an Bildern schier grenzenlos geworden. Es gibt fast Nichts, was nicht schon von jemand anderem Aufgenommen wurde.

Im Jahr 2000 begann ich als IT-Fachmann bei der Firma Fujifilm (Switzerland) AG zu arbeiten. Hier im damals modernsten Labor Europas, kam ich wieder mit der Fotografie in Kontakt. Mitte der 2000er Jahre haben wir zum ersten Mal ein digitales Bild via Internet zum Labor übertragen, welches dann vollautomatisch entwickelt und auf Papier gedruckt wurde, ohne dass jemand eingreifen musste. Endlich konnte man der Flaute bei der analogen Fotografie etwas entgegensetzen. Jetzt wurden wieder mehr Bilder entwickelt und auch auf Papier gedruckt. Erst im Jahr 2004 erwarb ich meine erste Digitalkamera eine FinePix S602 Zoom von Fujifilm. Es folgte die FinePix S8000, ebenfalls von Fujifilm. Im Jahr 2012 kaufte ich meine erste Digitale Spiegelreflexkamera, eine Nikon D3100, mit welcher ich auch heute (im Jahr 2020) noch arbeite.

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